Neuwallmoden, ein stimmungsvolles Kleinod unter den Grounds dieser Erde. Schon auf dem Stadionvorplatz fühlst du dich wie „bei de Mutti daheime“. Zwischen freundlichen Menschen die ihre Wahren feil bieten schlenderst du in Richtung der Flutlichtmasten. Plötzlich stehst du mitten im geschehen und nur ein Wort fällt dir noch ein: Pitoresk!
Hier bedeutet Fussball noch ein hartes Stück Arbeit. Der Keeper hat schon vor dem Anpfiff dreckige Knie…so muss das sein. Du stehst noch direkt am Spielfeldrand, der Schiri wird nicht von einem Zaun geschützt und ist deinen wüsten Beschimpfungen chancenlos ausgeliefert. Wenn du nicht aufpasst wo du deinen neuen Bonzen-Audi abstellst, haste mal eben ne Proletarische Beule drinne. Wie kann man nur hassen, das Menschen hier spielen!
Wir haben es geliebt und wir haben uns verlustiert. Parallel wurde via Handy das Spiel in Meppen verfolgt, was dem Spiel vor unserer Nase aber keinen Abbruch tat. Die zweite hat sich ordentlich ins Zeug gelegt und auch gut Druck aufgebaut. Das war, angesichts der Platzverhältnisse, sicher nicht einfach. Neuwallmoden kennt seinen berüchtigten Ground natürlich und hat stark mitgezogen. Die Teams waren somit recht ausgeglichen, Neuwallmoden hatte den Platzvorteil und hat Hinten schnell dicht gemacht. Eine Strategie für die sicherlich auch für das 1:1 Endergebniss spricht. Obwohl es ja insgesamt 4 Tore gab!Die Troika des Pfeifentanzes nahm es diesmal aber etwas zu genau mit der Abseitsregel, oder wie es in Fachkreisen lautete: „Der hat doch ne Schweinehälfte bekommen!“.

So ist das nun mal. Wo der Ball noch mit Herzblut und Leidenschaft aus dem Dorfbach gezogen wird, da herschen auch andere Sitten. Wir fanden es trotzdem nett und kommen gerne wieder. Dann nehmen wir aber, statt schöner Erinnerung an Mensch und Natur, lieber die drei Punkte mit nach Hause!
Ahoi